Die Schülerzeitung des Friedrich-List-Gymnasiums Reutlingen

Autor: David Doebel (Seite 1 von 2)

von Philipp Diemert 

Alexej Nwalny: Ärzte warnen  vor Herzstillstand

Kremel Kritiker Nawalny der vor einem Jahr Opfer eines Anschlag mit dem Gift Nowitchok. Hat im Straflager IK-2 einen Hungerstreik angefangen. Als vor ein paar Tagen ein Arzt ihn untersuchte und vor Herz und Nieren versagen. Er selber sagt wenn er keine Medizinische Versorgung bekommt, würde seinen Hungerstreik fortsetzten. Er wurde bis jetzt nur in ein anderes Straflager versetzt nämlich dem IK-3. Doch die Ärzte meinen er müsste sofort in ein Krankenhaus sonst würde es nur eine Frage der Zeit bis er stirbt !!!

IK-2: Das IK-2 ist eines der gefürchtetsten Gefängnisse Russlands. Stehen mit gesenktem Kopf, Sprechverbot das erwartet Nawalny.

Nawalnys Frau sagte: „Es ist unmenschlich was sie da durchziehen!!!“

Putin meint: „Es geht ihm relativ gut.“

(Haus)-Tiere in der Coronazeit

von Johanna Bahnmüller 

Straßenhund gähnt beim Überqueren der Straße

„Straßenhund gähnt beim Überqueren der Straße“ by marcoverch is licensed under CC BY 2.0

Werden seit dem Beginn der Corona Pandemie mehr Tiere als sonst ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben? Dieser Frage bin ich nachgegangen und habe einige interessante Antworten dazu gefunden….

Zunächst wird vielleicht gedacht, dass mehr Menschen ihre Tiere abgeben oder aussetzen, weil die finanzielle Lage in vielen Haushalten durch Corona nicht besonders beruhigend ist. Arbeitslosigkeit findet man heutzutage öfter, andere verdienen aufgrund von Kurzarbeit weniger. Wer selber Tierbesitzer ist weiß wahrscheinliche: Tiere kosten nicht nur viel Zeit,

Ich habe ein Interview mit dem Tierheim Tübingen geführt und dabei Folgendes herausgefunden:
Im Tierheim Tübingen werden unerwarteterweise nicht mehr Tiere abgegeben, sondern es werden im Gegenteil viel mehr Tiere von Besuchern aufgenommen und in ein neues Zuhause gebracht. Am begehrtesten sind Hunde, die viel Zeit und Aufmerksamkeit brauchen. Die Leute wollen also eher eine Beschäftigung. Zu wenig Geld oder Zeit sind demnach nicht die Hauptfaktoren.

Allerdings ist das bei Kleintieren wie Hamstern, Hasen oder Kaninchen und Katzen anders. Hier ist alles wie immer. Es werden also nicht mehr Kleintiere abgegeben, aber auch nicht mehr geholt.

Doch ist dies nicht überall so. In vielen Ländern hat sich die Lage verschlechtert. International z.B. in Italien, Ägypten oder Spanien, gibt es viel mehr Streunertiere. Allein in Europa gibt es ca. 100 Millionen Streunerkatzen. Da sind Hunde oder andere Tiere noch nicht einmal mitgezählt. Die Streunertiere vermehren sich immer weiter da wegen Corona alle Kastrationsaktionen ausfallen und viele Tierheime schließen mussten.

Aber wie geht es eigentlich den Tierheimen in Deutschland? Bei ihnen kommt es jetzt darauf an, welche Sponsorenverträge sie in Deutschland vor einigen Jahren gemacht haben. Denn einige Tierheime haben sogenannte Futtersponsoren. Das ist eine Firma, die dem Tierheim Futter spendet. Das Tierheim hängt dann dafür z.B. Werbeplakate für die Firma bei sich im Tierheim auf. Wer einen Vertrag mit Gemeinden oder Organisationen gemacht hat überlebt und profitier sogar. Die Tierheime nehmen schließlich alle Tiere der Stadt zu sich. Dafür bekommen sie von Gemeinden Spenden.

Allerdings fehlen natürlich trotzdem die ganzen Spenden von Festen oder gemeinschaftlichen Zusammentreffen, da sie wegen Corona nicht stattfinden können.
Viele Heime stellen auch Futterboxen in Supermärkten oder in anderen Geschäften auf. Wenn man dort etwas in die Futterbox hinein wirft, kommt es in der Regel bei den Tierheimen an.

Auf internationaler Ebene, wie etwa in Urlaubsregionen geht es Tierheimen da vergleichsweise schlechter. Ihnen bleiben die Touristen aus, so dass die Menschen dort mit dem Tourismus gerade kein Geld verdienen. Also können sie sich das Futter oder andere Tierprodukte nicht mehr leisten. Manche Menschen, die kein eigenes Tier haben, würden normalerweise “einen Hund“ der immer abends vorbei kommt, um etwas zu fressen, füttern. Denn es gibt gerade in Urlaubszielen viele Streunertiere die ohne die Hilfe der Menschen die sie dort füttern sterben würden. Wenn man kein Geld hat, fällt diese Fütterung aus und das bedeutet das viele Tiere sterben oder
leiden.

So weit zum Ausland. Wenden wir uns wieder der Situation in Deutschland zu. Bei Futter ist jedes Tierheim verschieden. Viele Tierheime halbieren ihre Futterrationen weil sie sich die volle Portion nicht mehr leisten können. So kann man sich aber nicht gewiss sein dass die Tiere satt werden. Das Tierheim Tübingen hat zum Glück normale Futterportionen. Bei ihnen ist die Futtersituation also relativ normal.

Wobei viele Tierheime auch Angst vor der Normalisierung haben, denn wenn Corona irgendwann vorbei ist, haben die Menschen wieder nicht so viel Zeit weil alles wieder hochfährt und geben dann ihre Tiere, die sie sich in der Krise geholt haben, einfach wieder ab. So wären dann viele Heime überlastet. Allerdings meistert jedes Tierheim die Situation anders da es keine Regeln oder Vorschriften gibt die das Futter oder die Spendeneinnahmen regelt. Sie werden also auf sich alleine gestellt.

Aber wie geht es eigentlich den Tieren, die schon vor der Coronakrise bei ihren Besitzern waren?

Die meisten leiden unter der ständigen Anwesenheit der Menschen. Sie fühlen sich unter ständiger Beobachtung und können vielleicht nicht auf ihren Lieblingsplatz, weil der besetzt ist. Oder einfach mal ohne Herrchen und Frauchen Zuhause sein und Quatsch machen. Das heißt , dass wir unsere Tiere auch einfach mal in Ruhe lassen können und uns nicht wundern sollten, wenn sie auch mal auf uns verzichten wollen…

Aber, Haustiere sind ja nicht die einzigen betroffenen Tiere. Vögel oder Wildtiere leiden auch, denn häufiger als sonst kommen Spaziergänger an ihnen vorbei und füttern sie oder beobachten sie. Besonders schlimm ist es für diese Tiere, wenn die Menschen nicht auf den öffentlichen Wegen gehen, sondern einfach quer Feld ein. Denn so stören sie die Habitate der Tiere und bedrängen sie. Deswegen sollte man immer auf den öffentlichen Wegen bleiben und den Schildern folgen. Und diese Ausschilderung ist meistens so konzipiert, dass sie die Tiere nicht stört. Diese Regel gilt vor allem jetzt im Frühjahr wegen der Brut und Setzzeit. Das bedeutet das Wildtiere Jungtiere bekommen.

FAZIT: Wir sollten immer Verantwortungsbewusst gegen über Tieren sein und wenn wir uns eines zulegen dann sollten wir uns im klaren sein wie viel Verantwortung das ist. Das heißt dass wir uns kein Tier zulegen weil uns langweilig ist, aber wenn Corona wieder vorbei ist wird es dann wieder abgegeben. Außerdem sollten wir  natürliche Lebensräume respektieren und nicht von öffentlichen Wegen abgehen um sie dadurch zu stören…

Quellen: Zurcher Zeitung, Schwarzwälder Bote, SR.de, mdr.de, sr.de, nzz.ch, swp.de, Tübinger Tierheim

Ein Artikel von Johanna Bahnmüller

Der Sinn des Lebens

Sinn des Lebens

Schule, Arbeit, Pflichten Stress

Von 7:30 Schule, um 12 zum Zahnarzt, um 13 Uhr eine Probe, dann noch ein Wichtelgeschenk kaufen und dann noch schnell für die Klassenarbeit morgen lernen, weil ja heute erst die letzte geschrieben wurde. Das klingt nicht gerade nach einem Vergnügen und doch Alltag für jeden Schüler.  Nur halb lebendig schleppt man sich so Tag für Tag durchs Leben. Wenn diese unerbittliche Zeit doch einmal für zwei Tage stehen bleiben würde, oder noch besser wenn man sie im Supermarkt kaufen könnte „Großpackung Zeit — 2 Wochen 12,50€“. Nur leider bleibt das alles ein unerfüllter Wunsch und man muss irgendwie bis zu den nächsten Ferien überleben, nur noch 6 Wochen. Trotz dieser Selbstkasteiung erreicht man wie sooft seine Ziele nicht, eine 3 in Geschichte. Warum können diese Lehrer einfach nicht verstehen, dass man einfach keine Zeit hat für alles. Purer Stress wie man heutzutage sagen würde. Doch ist diese Lebensweise richtig, macht man alles richtig im Leben? Oder etwas in der Bedienungsanleitung „Leben leicht gemacht“ überlesen? Nein, Stress ist ganz normal und völlig menschlich, außerdem kann man nicht in allem gut sein. Aber es lässt sich dennoch einiges rausholen.

In all diesem Stress ist mir etwas klar geworden:

Die Einstellung macht’s

Wie wäre es wenn wir dieses negativ belastete Wort – Stress – durch ein neutraleres ersetzen würden: Herausforderung. Ich sage also sehr optimistisch:

Das Leben ist ein Spiel

Außerdem sei an dieser Stelle gleich noch die englische Weisheit eingeschoben:

What doesn’t kill you makes you stronger.

Worauf wirken wir im Leben hin?

Allgemein kann man alle persönlichen Lebensziele zusammenfassen zu: Glücklich sein, sein dass durch Geld und davor eine gute Ausbildung oder durch carpe diem. Geht man aber aus der persönlichen Perspektive heraus und überlegt sich was ein Einzelner für die Gesellschaft und die ganze Welt bewirkt, so fällt auf, dass die Gesellschaft bereits in großem Komfort lebt. Höchstens leidet sie an unlösbaren, zwickmühlen-artigen Problemen, die eine Union von allen Individuen benötigen. Außerdem ist auch die Endlichkeit des menschlichen Daseins angesichts des Klimawandels und der eigenen begrenzten Lebensspanne zu berücksichtigen. Wir sehen also: Systemisch hat ein einzelner Mensch wenig Pflichten und Einfluss, man kann also das Leben frei nach den eigenen Wünschen gestalten. Wie

Das Problem mit den Sozialen Medien

Social Media, 3D-Darstellung, Blase, Planeten, Netzwerk

https://pixabay.com/de/illustrations/social-media-3d-darstellung-blase-2636256/ (Zugriff: 30.11.2020)


David Doebel
Instagram, Twitter, Google und Facebook, sind die Inbegriffe von unserer heutigen digitalen Ära. Allesamt amerikanische, extrem reiche Großkonzerne, die uns auf den ersten Blick sehr nützliche und kostenlose Tools an die Hand geben. Jedoch ergibt sich dann die Frage: Wie können diese Konzerne Geld verdienen und gleichzeitig kostenlos sein? Das liegt daran, dass nicht wir die Kunden sind, sondern in Wirklichkeit das Produkt, das an andere Betriebe kaufen. Plakativ gesagt verkaufen diese Firmen Werbefläche. Doch nicht etwa eine normale, statische Werbefläche für die gesamte Stadt gleich, wie eine Litfaßsäule. Nein, je sicherer sich der Werbetreibende sein kann, dass der Kunde auf seine Werbung anspringt, desto mehr bezahlt er Google, Facebook und Co. Um das zu gewährleisten agieren die Internetgiganten in drei Ebenen: Erstens ist es das Ziel, uns über einen möglichst langen Zeitraum über am Bildschirm zu halten, indem uns personalisierte Vorschläge angezeigt werden, verschiedene Effekte in den Benachrichtigungen unsere Aufmerksamkeit einfangen sollen. So steht als Nachricht auf dem Sperrbildschrim nur „xy hat auf ihren Post reagiert“ anstatt, dass gleich der Inhalt dieser Reaktion angezeigt wird. Dazu muss man die App öffnen und bleibt im besten Fall weiter dort und sieht Werbung. Sie sammeln ALLE Daten von uns und erstellen eine möglichst detailgetreue Simulation unserer wahren Persönlichkeit, unserer Vorlieben um den Werbetreibenden vorherzusagen, welche Nutzer auf ihr Produkt anspringen werden und welche Nutzer nicht. Ein Beispiel: Wenn Google-Computer sehen, dass ein Nutzer noch nie das Video über Lippenstift angeklickt hat, dann können sie davon ausgehen, dass es sich um einen Mann handelt, der wohl wenig empfänglich sein wird für Ballkleid-Werbung. Ständig werden an uns kleine Experimente durchgeführt. Je mehr Verhaltensdaten wir dabei generieren, desto genauer wird unsere Computersimulation. Überspitzt formuliert weiß Google nach einiger Zeit mehr über uns als wir über uns selbst. Doch dabei bleibt es nicht. In einer dritten Ebene versuchen sie nämlich uns sogar in unseren Ansichten zu lenken, indem sie bereits vorhandene Meinungen und Vorlieben durch gezieltes Präsentieren von passenden Inhalten weiter ausbauen, damit eine größere Masse auf bestimmte Werbung reagiert. Das bedeutet in der Praxis, dass jedem Nutzer ein anderes Angebot, andere Nachrichten präsentiert werden, je nach seinen Vorlieben, sodass er sich immer im Recht, immer in einer Gruppe von Gleichgesinnten sieht. Und das führt zu großen gesellschaftlichen Problemen. Doch dazu später mehr.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist nicht etwa ein Begriff aus dem Science Fiction Vokabular, nein es ist die Realität. Schon heute werden Daten von allen Internetnutzern in gigantischen Rechenzentren gespeichert und vollautomatisch verwertet. Dabei gehen die Rechner eben nicht wie früher statisch und objektiv Punkt für Punkt ab, sondern sind so programmiert, dass sie die Wege zu einem gewünschten Resultat weitgehend selbständig finden und ständig verbessern. Dabei sind diese Algorithmen derart kompliziert, dass nur wenige Menschen in den Internetkonzernen einen Überblick darüber haben nochmal weniger, die diese Künstliche Intelligenz verstehen und koordinieren können. Wieder könnte man sehr plakativ sagen, dass der Mensch langsam aber sicher die Kontrolle über die Maschine verliert und diese sich selbständig macht. Aber fest steht, dass den Entwicklern die negativen Auswirkungen nicht klar waren, die durch diese Geschäftsweise zustande kommen, wo ein Werkzeug nicht der Menschheit dient, sondern den Menschen ausnutzt. Fast wie eine Massentierhaltung, wo die Tiere keineswegs aus Freundlichkeit ernährt werden, sondern um dann das Fleisch zu verkaufen, aus Eigennutz also.

Probleme über Probleme

Die offensichtlichen, persönlichen Probleme und präsentesten Probleme sind das Suchtpotential. Es liegt wie bereits verdeutlicht nicht im Interesse der Internetindustrie eine Internet-Sucht zu verhindern. Viel mehr ist das Gegenteil der Fall. Auch ein anderes Wesensmerkmal von Sozialen Medien führen zu einer signifikanten Zunahme von Depressionsfällen. Das fand eine Studie einer Krankenkasse heraus. Sie verglich die Zahl von Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Depressionen in den Jahren 2003 bis 2015 und stellte fest, dass ab 2010 mit den Anfängen der digitalen Ära die Rate sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen stark ansteigt. Ein wichtiger Grund ist sicherlich Sozial Media, denn dort wird Menschen ein überregionaler Blick eröffnet und es wird möglich ein perfektes, meist irreales Leben durch Bildbearbeitung und nicht nachprüfbare Übertreibung, zu sehen. Es entsteht dort also eine falsche Welt, mit der sich die „normalen“ Sterblichen beginnen zu vergleichen und ihr Leben logischerweise als schlechter zu sehen beginnen. Das kann zu Depressionen, Minderwertigkeitskomplexen und sogar Suiziden führen. Das sind Probleme, die auf der Oberfläche schwimmen. Es gibt aber auch solche, die auf persönlicher Ebene nicht direkt spürbar, auf gesellschaftlicher hingegen zerstörerisch wirken. Es ist die angerissene, kommerzielle Polarisierung. Wenn beispielsweise ein Mensch mit oppositioneller Tendenz dies Google durch seine Videoauswahl zeigt, so wird ihm immer mehr solcher Videos angeboten, er sieht sich immer mehr in seiner Ansicht bestätigt, wird polarisiert, oder sogar radikalisiert. Anstatt von sachlichen Mitteilungen für alle werden Menschen die emotionalen, unsachlichen Angebote präsentiert, in beide politische Seiten. Die Gesellschaft wird gespaltet und kann beginnen sich selbst zu bekämpfen oder zu bekriegen. Besonders in Krisenzeiten, wie dieser wo Ungewissheit und eine unkomfortable Lebensweise herrscht. Besonders alarmierend, wenn man sich dieses Werkzeug in den Händen von Diktatoren vorstellt. Jüngste Ereignisse, wie ausschreitende Corona Demos zeigen die Folgen, wenn zwei Parteien nicht mehr miteinander diskutieren oder einander hören.

Die Menschheit kann nicht weiter bestehen, wenn die Ökonomie über ethisch-gesellschaftliche Interessen gestellt werden. Solange also das Internet absichtlich süchtig macht und polarisiert, solange es für Supermärkte einfacher (günstiger, rechtskonformer) ist abgelaufene Lebensmittel wegzuschmeißen und solange ein gefällter Baum mehr Geld bringt als ein lebendiger, solange dieser totale ökonomische Raubbau vorherrscht ist das Erzielen eines Umdenkens, das Erreichen von Klimazielen und der Wunsch nach einer besseren Gesellschaft höchst utopisch.

Was denken Sie über dieses wagemutige Postulat und welche Auswege sehen Sie aus der angedeuteten Dystopie? Schreiben Sie es in die Kommentare dieses Beitrages. Wir personalisieren es auch nicht für andere 😊.

Quellen: Statistik zu Depression: NIER, Hedda: Depression: Auf dem Weg zu Volkskrankheit, (7.04.2017) URL: https://de.statista.com/infografik/8864/depression_-auf-dem-weg-zur-volkskrankheit/   (Zugriff: 30.11.2020)

Inhalt: https://www.netflix.com/title/81254224?s=i&trkid=251359874 (Zugriff: 30.11.2020)

 

Praktikumsbericht: Halbleitertechnik

David Doebel

In diesem etwas umfangreichen Praktikumsprotokoll werden zuerst die theoretischen Hintergründe, anschließend die Herstellung und zuletzt die Überprüfung und Messung von Halbleiterbauelementen anschaulich dargelegt. Gewisse naturwissenschaftliche Vorkenntnisse sind für das Verständnis von Vorteil. Praktikumsbericht

Unter diesem Link können Sie den Bericht als PDF-Datei herunterladen:

https://schulknacker.list-gymnasium.de/wp-content/uploads/2020/11/Praktikumsbericht.pdf

Aussteiger– Weisheit oder Dummheit?

von David Doebel

In folgendem ein fiktives Streitgespräch zwischen einem Aussteiger und Aufsteiger.

Der Aussteiger ist egoistisch, selbstbezogen, freiheitsliebend. Dabei bemerkt er aber nicht, dass das Abbrechen jeglicher Bindungen für maximale Freiheit zu Bezugslosigkeit und Einsamkeit führt.

Der Aufsteiger ist auch egoistisch, heischt nach Erfolg und wird einsam in seinem Trott aus Arbeit bis zur Erschöpfung und anschließender Belohnung, oder besser gesagt Betäubung durch nutzlose Konsumgüter.  Von seinem Umfeld nimmt er nur das nötigste Wahr und vegetiert in seinem beschränkten Horizont dahin, verschwendet seine Lebenszeit und will erst zum Lebensende, wenn er nicht mehr kann anfangen „richtig“ zu leben. Ich hingegen lebe von vornherein „richtig“.

Da haben wir es: Sie beschweren sich zuerst über unser Wirtschaftssystem und anstatt es aktiv zu verändern fliehen sie vor Verantwortung und entsolidarisieren sich. Außerdem: Ist es nicht äußerst arrogant sich höher als die „normale“ Gesellschaft zu stellen. Für was halten Sie sich? Ich unterstelle jetzt einmal der Masse der Aussteiger einen schlechten, bis gar keine Bildungsabschluss, keine Arbeitserfahrung und kein Beitrag zum Allgemeinwohl (Steuern, etc. ). Ist es da nicht anmaßend sich als besonders erfahren oder mündig darzustellen?

Warum soll ich ein System verändern? Warum soll ich mir das antun im Dreck zu wühlen, und vor allem wie, wenn mich niemand anhören will. Um einen besseren Weg für die Gesellschaft zu zeigen, muss ich mich ja in die Position des Mündigen begeben. Außerdem gibt es auf der Welt so viele schönere Umgebungen, die man gar nicht erst  zu verändern braucht. In diese begebe ich mich und solidarisiere mich dort, um sie noch besser zu machen.

Ja in der Tat: Sie solidarisieren sich zu Gruppen von Einsiedlern und identifizieren sich als DIE Auserwählten unserer Gesellschaft. Dabei finden Sie sich mit denselben Problemen konfrontiert, Machtverteilung, Aufteilen von Ressourcen und das über die Runden kommen. Dabei mangelt es nicht an Inkonsequenz sich wiederum vom „System“ zu versorgen und dort zu arbeiten. Man wähnt sich zwar im höchsten Glück, lebt aber als verwahrloster Mittelloser im Wald.

Das sehen Sie nur so, weil sie Glück über Besitztümer definieren. Ich hingegen versuche ursprünglich zu leben, im Einklang mit der Natur. Und in der Tat kann ich nicht völlig autark leben, aber meine Ansprüche an das System sind minimal genauso wie sie es an mein Arbeitspensum sind. Das ist doch schonmal ein Anfang, und allemal besser als weiter die Umwelt zu verpesten und sich abzurackern.

Sie definieren Glück genauso über Besitztümer, nur dass bei mir beim Kauf von Konsumgütern Dopamin ausgeschüttet wird und bei Ihnen wenn sie etwas willentlich nicht kaufen, also verzichten. Man könnte das einen Negativkonsumenten nennen. Aber die Wahrheit ist, Geld allein macht nicht glücklich und kein Geld allein macht auch nicht glücklich. Und was die Ursprünglichkeit angeht, so ist es ein Fass ohne Boden. Erstens kann man diesen Begriff vom Verzicht auf ein Handy bis zum (über-)leben in einer Höhle weit fassen und ob das zweitens auch gleichzeitig besser bedeutet ist die große Frage. Alles war einmal neumodisch.

Selbstverständlich ist das Leben ohne digitale Geräte besser, denn die Menschheit bewegt sich da in einen Abgrund, der nicht mehr gut für sie selbst sein kann. Nehmen wir 5G. Das sind Mikrowellen, die Krebs und Zurückbildung des Gehirns hervorrufen können, oder Fracking. Mit hochgiftigen Chemikalien werden letzte Tropfen Erdöl aus der Erde gepresst. Diese können dann ins Grundwasser gelangen und dieses irreparabel vergiften. Diese Auswüchse zu boykottieren ist natürlich besser, gerade das ist die Ursprünglichkeit. Weiter, wenn man die Prognosen des Klimawandels und der Ölknappheit betrachtet, fällt einem sofort auf, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis alle so leben müssen.

Aber was haben Sie denn persönlich erreicht?

Wie gesagt: Freiheit, Unabhängigkeit, Flexibilität und vor allem ein effizienteres Arbeitsverhältnis. Arbeiten wie Holz sammeln, einen Gemüsegarten anlegen bringen mir direkt ein besseres Leben.

Ich finde, Sie haben nur die einen Probleme mit den anderen getauscht. Die Gefahr des Burn-outs mit der Gefahr des Kälteschocks…. Und man denke erst wie Sie es schaffen wollen wieder in das System zurück zu kommen. Denn irgendwann, wenn die Nachbarn zu blöd werden, wenn die Ernte ausfällt oder wenn das Alter die Bewegung einschränkt, werden Sie zurück ins „System“ müssen.

Das System, dass nicht ansatzweise den Klimawandel stoppen kann und Nachhaltigkeit propagiert, wenn aber einer einmal nachhaltig ist diesen sofort diskreditiert. Und Sie werfen mir Inkonsequenz vor?

In diesem Punkt zeigt sich wohl. Es ist eine unergründbare Abwägung von persönlichen Werten des Komforts und Lebensstandards und dem altruistischen Willen der Allgemeinheit zu helfen.

Quellen: SCHULZ, Sandra, Warum Aussteiger unbegabt fürs Glück sind, (Spiegel, 27.11.2007), URL.: https://www.spiegel.de/reise/aktuell/plan-b-warum-aussteiger-unbegabt-fuers-glueck-sind-a-522476.html (Zugriff: 26.11.2020)

Konsum

von David Doebel

Lesen Sie, warum uns Konsum glücklich macht und wie das früher mit dem Einkaufen war. Konsum

Reflexion: Was glauben Sie über sich? Kaufen Sie zu viel und lassen Sie es liegen, oder kaufen sie nur das, was Sie dann wirklich noch lange verwenden? Schreiben Sie es in die Kommentare!

Barock

David Doebel
Das Barock war geprägt von Pracht, Verzierungen und Repräsentation des Reichtums, vor
allem durch die absolutistischen Hofe nach Vorbild von Ludwig XVI.

Andererseits wurden Bürger der Mittel – und Unterschicht entrechtet und durch hohe Steuern finanziell
ausgebeutet. Das führte nicht nur zu Unmut, sondern vor allem auch zu Armut und Krankheiten, hoher Sterblichkeit.

Außerdem waren die Verluste durch den 30 Jährigen Krieg noch stark anzumerken, sowohl in psychischer Hinsicht die Glaubensspaltung und Traumata, als auch in materieller Hinsicht die vielen Toten und noch mehr Armut und Verwüstung.

Dieser Prunk bei den Adeligen und totale Armut bei den Durchschnittsbürgern prägte auch die barocke Denkweise. Einerseits die Teile, die den Wunsch nach Repräsentation nährten, nämlich vor allem die Architektur und Bildenden Kunst, andererseits aber auch die Literatur,
teilweise die Musik, welche die Kluft zwischen Lebenslust und Todesangst ausdrückten.

Die Architektur zeichnete sich durch perfekte Symmetrie und geschwungene Linienführung aus. Auch hier wurde ein Kontrast erzielt, durch das abwechseln von runden und eckigen Formen.

Die Bildende Kunst suchte so viele detaillierte Elemente wie möglich durch Licht und Schatten kontrastierend unterzubringen (Monumentalmalerei) und das nicht etwa auf einer kleinen Leinwand, sondern besonders zentral war der Raum. Es war also Deckenmalerei
sehr beliebt.

In der Literatur klagten Opitz, Fleming und Gryphius meist in Sonetten über die Schrecken der Welt (Leitsatz: memto mori= gedenke dem Tod) oder priesen die schönen Seiten des Lebens (Leitsatz: carpe diem = nutze den Tag).

Die Musik zählte drei wichtige Vertreter: Vivaldi, Bach und Händel. Auch hier wurden Kontraste, vor allem durch
Auseinandersetzungen vertont, wie etwa in der Gattung des „concerto grosso“: Ein barockes Orchester wird in drei Gruppen/Phasen eingeteilt. Das ganze Orchester, genannt „Tutti“ oder „Ripieno“, weiter eine kleinere Gruppe von Solisten („Concertino“) und zuletzt die
begleitende Bassgruppe („Continuo“) mit Cembalo, Cello und Kontrabass. Abwechselnd spielen nun Tutti und Concertino unter ständiger Begleitung des Continuo.

Der Begriff Barock kommt aus dem portugiesischen Wort „barocca“ und bedeutet „schiefrunde Perle“. Es war zunächst abwertend als überladendes, schwülstiges Zeitalter so bezeichnet worden, aber hat sich dann mit der Zeit als Terminus Technikus eingebürgert.

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