Die Schülerzeitung des Friedrich-List-Gymnasiums Reutlingen

Kategorie: Mensch und Kultur (Seite 1 von 3)

Interview mit Bülent Kilavuz

von Pelin

Interview mit Bülent Kilavuz

(Wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Abgeordneten der Linken)

 

Wie sind Sie in den Bundestag rein gekommen/wie haben Sie von dem Jobangebote erfahren?

Ich war gewerkschaftlich tätig und durch eine Freundin, die schon im Bundestag arbeitete, wurde ich motiviert, dass ich mich dort bewerben soll.

 

Was genau beinhaltet ihr Job?

  1. Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter für eine Abgeordnete des Themas ,,Arbeit und Mitbestimmung‘‘. Dies bedeutet, dass ich mit meinen Kollegen die Reden für unsere Abgeordnete vorbereite. Wir informieren uns zu Themen und bereiten unsere Abgeordnete für Veranstaltungen und Pressereden vor.
  2. Die eigene Politik voran treiben durch Treffen mit Professor/Wissenschaftlern.
  3. In der Arbeitsgruppe mit anderen Abgeordneten Themen besprechen, Vorschläge von anderen Parteien mit einbeziehen/kontrollieren .
  4. Außerdem leiten wir wichtige Informationen an die Presse weiter, damit die Bürger von den Themen erfahren (z.B. der Corona Ausbruch auf Schlachthöfen)

 

In wie fern hat sich ihr Leben im Bundestag seit Corona verändert?

Ich arbeite jetzt von zu Hause aus und habe viele Videokonferenzen mit meinen Kollegen. Man verliert leider etwas an Austausch und die Arbeitszeit ist manchmal mit der Freizeit verschwommen. Nur noch selten bin ich im Bundestag und Treffen, wie die der Arbeitergruppe sind alle über Zoom. Die Abgeordneten und Fraktionen treffen sich auch online zu den Ausschüssen.

 

Was gefällt Ihnen am besten an ihrem Beruf?

Es ist sehr abwechslungsreich und man sollte  immer wieder auf Überraschungen gefasst sein. Plötzlich können Parteien Veränderungen vornehmen oder irgendwelche Skandale treten auf.

 

Was nervt sie an ihrem Beruf?

Wenig Zeit für bestimmte Dinge. Er würde gerne manchmal mehr an bestimmten Themen arbeiten wollen, aber dafür fehlt oft die Zeit. Immer nur  ein befristeter Arbeitsvertrag, da die Abgeordnete nach vier Jahren neu gewählt wird und es nicht sicher steht, ob sie noch mal gewählt wird.

 

Treffen Sie viele Abgeordnete?

Von der eigenen Partei sehr viele, von den anderen Parteien immer noch viele, aber weniger.

 

Haben Sie schon einmal Angela Merkel getroffen?

Nein noch nicht, da sie im Bundeskanzleramt/Reichstag arbeitet und eher selten im Bundestag ist.

 

Gibt es manchmal Streit zwischen verschiedenen Parteien?

Naja, in den Ausschüssen argumentiert man natürlich viel, allerdings gehört das zum Beruf dazu. Man beleidigt sich selbstverständlich nicht. Klar hat meine Fraktion Kontakt zu anderen Parteien, zum Beispiel zu den Grünen, SPD oder ein bisschen zur CDU. Zur AFD haben wir gar keinen Kontakt.

Interview mit einer Architekturstudentin

von Marlene und Finnja

Kurzinterview: Studieren in Zeiten von Corona
-Mit einer Architekturstudentin-

1. Frage: Was hat sich am meisten im Vergleich zu deinem Alltag vor
Corona generell geändert?

Vor allem natürlich, dass man nur noch zu Hause ist und dass man sich
nicht mehr mit seinen Freunden treffen kann. Das Reisen fällt natürlich
auch weg, genauso wie Exkursionen von der Uni aus. Hauptsächlich fällt
auf jeden Fall, dass zwischenmenschliche weg.

2. Was ist für dich als Studentin das Schlimmste an Corona / den Corona
Regelungen?
Das man nicht an die Uni gehen kann, alles findet nur online statt, das
ist schon eine riesen Veränderung und Umstellung. Vor allem das
persönliche Besprechen der Projekte mit den Professoren und den
Kommilitonen fehlt sehr. Ich kenne Beispielsweise auf Grund von
Corona von den 150 Architekturstudenten an meiner Uni nur 6.

3. Gibt es auch positive Seiten an dem online Studium?
Das praktische an der aktuellen Situation ist, dass an meiner Uni die
Vorlesungen aufgenommen und hochgeladen werden. Ich kann mir also
selber aussuchen, wann ich sie mir anhöre und dabei dann auch mal auf
stopp drücken, um besser mitzuschreiben.

4. Gibt euch deine Uni schon irgendwelche Aussichten auf Präsenz
Vorlesungen
Für das Sommersemester sind Präsenz Vorlesungen auf jeden Fall in
Planung und das schon lange bestehende Hygiene Konzept wird auch
dann wieder in Kraft treten.

5. Auf was freust du dich am meisten, wenn du wieder zur Uni darfst?
Einfach mal wieder unbeschwert Freunde und Kommilitonen treffen, in
die Stadt zu gehen, ohne auf die Anzahl der Personen zu achten.
Natürlich freue ich mich auch wieder sehr auf das Reisen und den
normalen Uni-Alltag.

6. Glaubst du für deinen Studiengang (Architektur) ist es besonders
schwer alles von zu Hause aus zu machen?
Bei uns ist es so, dass wir viele Modelle bauen, dafür gibt es extra
Werkstätte an der Uni. Es ist uns gerade jedoch nicht erlaubt, diese zu
benutzen. Das macht das ganze Modelle Bauen sehr viel schwieriger.
Deswegen glaube ich, dass es für Architektur auf jeden Fall nochmal viel
schwieriger ist als für ein rein theoretisches Studium. Vor allem auch,
weil Architektur davon lebt, dass man sich austauscht und über Projekte
spricht und diskutiert.

Der Sinn des Lebens

Sinn des Lebens

Schule, Arbeit, Pflichten Stress

Von 7:30 Schule, um 12 zum Zahnarzt, um 13 Uhr eine Probe, dann noch ein Wichtelgeschenk kaufen und dann noch schnell für die Klassenarbeit morgen lernen, weil ja heute erst die letzte geschrieben wurde. Das klingt nicht gerade nach einem Vergnügen und doch Alltag für jeden Schüler.  Nur halb lebendig schleppt man sich so Tag für Tag durchs Leben. Wenn diese unerbittliche Zeit doch einmal für zwei Tage stehen bleiben würde, oder noch besser wenn man sie im Supermarkt kaufen könnte „Großpackung Zeit — 2 Wochen 12,50€“. Nur leider bleibt das alles ein unerfüllter Wunsch und man muss irgendwie bis zu den nächsten Ferien überleben, nur noch 6 Wochen. Trotz dieser Selbstkasteiung erreicht man wie sooft seine Ziele nicht, eine 3 in Geschichte. Warum können diese Lehrer einfach nicht verstehen, dass man einfach keine Zeit hat für alles. Purer Stress wie man heutzutage sagen würde. Doch ist diese Lebensweise richtig, macht man alles richtig im Leben? Oder etwas in der Bedienungsanleitung „Leben leicht gemacht“ überlesen? Nein, Stress ist ganz normal und völlig menschlich, außerdem kann man nicht in allem gut sein. Aber es lässt sich dennoch einiges rausholen.

In all diesem Stress ist mir etwas klar geworden:

Die Einstellung macht’s

Wie wäre es wenn wir dieses negativ belastete Wort – Stress – durch ein neutraleres ersetzen würden: Herausforderung. Ich sage also sehr optimistisch:

Das Leben ist ein Spiel

Außerdem sei an dieser Stelle gleich noch die englische Weisheit eingeschoben:

What doesn’t kill you makes you stronger.

Worauf wirken wir im Leben hin?

Allgemein kann man alle persönlichen Lebensziele zusammenfassen zu: Glücklich sein, sein dass durch Geld und davor eine gute Ausbildung oder durch carpe diem. Geht man aber aus der persönlichen Perspektive heraus und überlegt sich was ein Einzelner für die Gesellschaft und die ganze Welt bewirkt, so fällt auf, dass die Gesellschaft bereits in großem Komfort lebt. Höchstens leidet sie an unlösbaren, zwickmühlen-artigen Problemen, die eine Union von allen Individuen benötigen. Außerdem ist auch die Endlichkeit des menschlichen Daseins angesichts des Klimawandels und der eigenen begrenzten Lebensspanne zu berücksichtigen. Wir sehen also: Systemisch hat ein einzelner Mensch wenig Pflichten und Einfluss, man kann also das Leben frei nach den eigenen Wünschen gestalten. Wie

Hilfen bei Problemen

von Stefanie Dokman und Nicole Böckle-Roller

Schulsozialarbeit am FLG

Stefanie Dokman und Nicole Böckle-Roller

Aktuell erreichbar:
Stefanie.Dokman@list-gymnasium.de
Nicole.Boeckle-Roller@list-gymnasium.de
Tel.: 303-5956 (Montag bis Freitag 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr)
oder MS Teams

Liebe Schüler und Schülerinnen,
die momentane Situation empfinden sehr viele für belastend. Ein strukturierter Alltag fehlt, Treffen mit Freunden und schöne Erlebnisse, die uns glücklich und fröhlich machen.
Bei vielen sinkt die Motivation am Fernunterricht teilzunehmen, der Frust nichts unternehmen zu können steigt. Soziale Kontakte fehlen und da auch für die Eltern und Geschwister, die momentane Situation teilweise sehr belastend ist, kommt es immer häufiger zu Konflikten. Manche von euch mussten sich von einem lieben Menschen verabschieden und haben Schwierigkeiten mit dieser Trauer umzugehen.
Sehr oft hat man das Gefühl, man ist mit seinen Sorgen und Problemen alleine gelassen. Als Folge zieht man sich resigniert und traurig zurück.
Ihr seid nicht alleine! Wir sind da für euch! Für all eure Sorgen und Fragen! Egal um was es geht, ihr dürft euch jederzeit bei uns melden. Gemeinsam finden wir eine Lösung.

Hier ein paar Adressen an die ihr euch auch wenden könnt, wenn ihr euch zu bestimmten Themen informieren wollt oder Hilfe braucht!:

Nummer gegen Kummer : 116111; www.nummergegenkummer.de
anonym und kostenlos – egal um welches Thema es sich handelt, hier findet ihr Unterstützung!

Youth-life-line: www.youth-life-line.de
Beratung für Jugendliche
anonym und kostenlos

YoungWings : www.youngwings.de
für trauernde Kinder und Jugendliche
Umgang mit Tod und Trauer

Star self-injury: www.star-projekt.de
Hilfe bei selbstverletzendem Verhalten

AK Leben: www.ak-leben.de
Hilfen in Lebenskrisen und bei Selbsttötungsgefahr

Freunde fürs Leben: www.frnd.de
Infos zum Thema Depression und Suizid

Info Depression: www.info-depressionen.de
Infos und was man tun kann

Essstörung BZgA: www.bzga-essstoerungen.de
Tel.: 0221/892031
Fragen und Hilfen zum Thema Essstörungen

KIDKIT: www.kidkit.de
Hilfe für Kinder aus problembelasteten Familien (Sucht, psychische Erkrankungen, Gewalt…)

Weisser Ring: www.weisser-ring.de
Hilfe für Opfer von Gewalt und Kriminalität

Thamar: www.thamar.de
Beratung für Jungen und Mädchen bei sexualisierter Gewalt

Wirbelwind: www.wirbelwind-reutlingen.de
Beratung für Jungen und Mädchen bei sexualisierter Gewalt

Was geht zu weit: www.was-geht-zu-weit.de
Wann werden Grenzen überschritten?

Klicksafe: www.klicksafe.de
Sicherheit im Netz,Tips und Infos

Papatya: www.beratung.papatya.org
Beratung familiärer Problemen wie Gewalt in der Familie, Zwangsheirat…in verschiedenen Sprachen

Save me online: www.save-me-online.de
Hilfe und Infos bei Mobbing und Cybermobbing

Loveline: www.loveline.de
Fragen Rund ums Thema Liebe, Liebeskummer, Sexualität und Beziehung

Jugend und Drogenberatung: www.bw-lv.de
Tel.: 07121/16550

Hilfetelefon (Gewalt gegen Frauen): www.hilfetelefon.de
Tel.: 08000116016

Corona weltweit: Großbrittanien

Amélie-Mareen Rupp
Die Corona Situation in Großbritannien:

In Großbritannien wurde die neue Mutation des Coronavirus entdeckt. Sie soll bis zu 56% ansteckender sein als das Covid19 – Virus. In England hab es gegen Anfang Januar Rekordzahlen von bis zu 68.000 Fällen an einem Tag. Einreisen aus vielen Ländern (unter anderem Deutschland) in das Vereinigte Königreich sind untersagt. Die BürgerInnen aus Großbritannien dürfen nur raus gehen, wenn sie notwendige Erledigungen machen müssen, zur Arbeit gehen oder Kinder in die Notbetreuung gehen. Auch in dem Vereinigten Königreich dürfen die SchülerInnen momentan nicht in die Schule gehen.

In Großbritannien ist das Gesundheitssystem stark überlastet, es fehlen notwendige Kapazitäten in den Krankenhäusern und wichtige Operationen werden verschoben. Viele Menschen sterben.

Zusammengefasst kann man die Situation in Großbritannien als schwieriger einschätzen als in Deutschland. Die Einschränkungen für die Bürger sind zwar ähnlich aber das Gesundheitssystem ist schwächer und die Grenzen sind geschlossen.

Präsident Biden nun eine Woche im Amt

von Victoria von Schlotheim

Der amerikanische Präsident Joe Biden ist mittlerweile schon 9 Tage im Amt. Bereits am Tag seiner Inauguration setze er einige Dekrete seines Vorgängers außer Kraft und er erließ in den folgenden Tagen viele eigene Dekrete. Dekrete sind Verfügungen für die der amerikanische Präsident keine Zustimmung des Kongresses braucht. Der neue Präsident annullierte unter anderem ein Dekret von Präsident Trump, das Bürgern muslimischer Länder die Einreise in die USA erschwerte. Zudem startete er den Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen und stoppte den Austritt aus der WHO (World Health Organization).
Von seinen 42 Verfügungen in den letzten Tagen war mehr als ein Drittel auf das Coronavirus bezogen. So verhängte er eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Gebäuden und hat internationale Reisebeschränkungen wieder verschärft.

Außerdem hat er einen Entwurf für ein 1,9 Billionen Dollar teures Coronahilfen-Paket vorgestellt, über das der Kongress nächste Woche abstimmen wird. Dieses beinhaltet unter anderem einen Kinderbonus, eine Erhöhung des Arbeitslosengelds und des Mindestlohns, mehr bezahlte Krankheitstage, Miethilfen, finanzielle Unterstützung kleiner Unternehmen, sowie Geld für Schulen und das nationale Impfstoffprogramm.

Zudem hat er in den vergangenen Tagen 200 Millionen zusätzliche Impfdosen bestellt, durch die die USA nun genügend Impfstofflieferungen in Aussicht haben, um im Laufe der nächsten Monate sämtliche Erwachsene in der Bevölkerung zu impfen

Quellen: https://edition.cnn.com/interactive/2021/politics/biden-executive-orders/
https://edition.cnn.com/2021/01/14/politics/biden-economic-rescue-package-coronavirus-stimulus/index.html

Corona in Schweden

anonymer Autor
The schools for kids from 16 years are closed (homeschooling). 

Some service homes for elders do not allow any visitors. 

Gatherings are regulated by law (ordningslagen) with a monetary penalty or up to 6 month prison for those who organizes such gatherings: Max 8 persons gatherings allowed (does not apply for private gatherings), both indoor and outdoor. 

Ica (like Edeka) have a red light sign showing if the max capacity is already reached and you are not yet allowed to enter.

Due to one of the 4 „basic“ laws in Sweden (grundgesetz), it is difficult to control/forbid peoples movement (consider the Allemansrätt in Sweden). The government can ask the swedish people to take responsibility and follow all recommendations:

You should only socialize with the persons living in the same house. If you are living alone, you are „allowed“ to meet with someone you are usually meeting with.

Work from home if possible.

If someone in your family is positive, the whole family should stay at home.

It is based on solidarity and each persons responsibility.

We stopped going to the gym already in the spring, now they are closed. We only meet with a few people and always outdoors, we always bring our own „fika“ (coffee). We are missing our children and grandchildren very much. Our church closed directly (in the spring) and all meetings are online. Services are broadcasted over YouTube or Facebook. We are now planning to meet for a coffee over zoom. 

More and more people are shopping online, the shops are doing worse and worse or even bankruptcy… Doing your grocery shopping online (homedelivery or picking up outside the store) is increasing a lot! We are not going by bus, only by bike or walking. Only a few are wearing a mask. In the hospitals and in the preschool (0 -5) no one is touching anyone else.

Public gatherings and events have a maximum of 8 participants. The police is allowed to cancel or disband a public gathering/event with more than 8 participants. Anyone who organises an event that violates the ban can face a fine or prison sentence of a maximum of six months. An exception is made for funerals, where a maximum of 20 participants is allowed. 

There is a ban on non-essential travel to Sweden from countries outside the EU in order to mitigate the effects of the coronavirus.

In church we have a small team of technicians of max 3 persons. A team of max 8 to make the service + music. We are disinfecting everything anyone used or touched. There are hand sanitizers at several places in church…

We are ok, we have each other and the possibility to be outside. A nice home and mostly nice food ;-). However, many are feeling isolated, the numbers of mental illness as well as unemployment are increasing.

For more information, if you are interested (both websites are in english):

 https://www.krisinformation.se/en/hazards-and-risks/disasters-and-incidents/2020/official-information-on-the-new-coronavirus/restriktioner-och-forbud

https://www.government.se/articles/2020/04/strategy-in-response-to-the-covid-19-pandemic/

Corona in Brasilien

Ana Julia Evangelista Marrocos de Aragao
Die Kinder gehen teilweise in die Schule aber die meisten machen noch online Schule. Fortaleza ist die Hauptstadt von Ceara. In Brasilien war gerade Wahl, deshalb sind die Maßnahmen noch nicht so streng. Fortaleza ist sehr belebt. Die Wahl lief ganz ruhig: wir gingen (mit Maske 😷) in eine Schule und warteten an der Schlange. Dann gingen wir in einen Klassenzimmer und mein Bruder und ich warteten an zwei Tischen. Mein Onkel wählte an einer Maschine und dann gingen wir wieder nach Hause.

Die Maßnahmen sind folgende:

Wir müssen Maske außerhalb des Hauses tragen

1,5 Meter Abstand halten

Maske im Auto tragen

Desinfizierungsmittel 70% benutzen.

Die Läden haben immer noch offen und ich hoffe dass es noch so lange bleibt.

Es sieht eigentlich gar nicht so aus als ob Brasilien mehr Fälle hat als Deutschland.

Für alle war das COVID-19 blöd, langsam gewöhnen sie sich auch dran. Aber wir alle hoffen das es wieder weg ist.

Corona in Kinshasa 2 (Demokratische Republik Kongo)

Delicia EGBOKI SAWANA

Ich heiße Delicia EGBOKI SAWANA und bin Schülerin am Mpiko-Gymnasium in Kinshasa, wo ich in der 7. Klasse bin. Ich bin 11 Jahre alt und werde im Mai 2021 12 Jahre alt.

Seit der Ankunft des Virus in Kinshasa ist mein Schulalltag seltsam geworden. Vor dem Betreten der Schule muss man die Maske aufsetzen, sonst wird man gejagt und jeder muss unbedingt sein eigenes Desinfektionsmittel in der Schultasche haben. Das wird direkt am Eingang kontrolliert.

In den Klassenzimmern darf man sich wegen COVID-19 nicht mehr berühren. Wir müssen einen Meter Abstand voneinander halten, um zu verhindern, dass wir eine schlechte Note in Betragen bekommen. In den Pausen spielen wir nicht mehr außerhalb unseres Klassenzimmers.

Vor dem Ausbruch von COVID gab es keine Einlasskontrollen an der Schule, wir gaben uns die Hand zur Begrüßung und wir teilten unsere Schulsachen (Stifte, Radiergummis, Tintenkiller). Beim Sport (Gymnastik) haben wir uns berührt und an den Händen gehalten und die Kontakte untereinander waren nicht verboten.

Auch zuhause gibt es Vorsichtsmaßnahmen meiner Eltern: Wenn unsere Haushaltshilfe morgens kommt, wäscht sie sich die Hände und wechselt ihre Maske, und wenn wir selbst von der Schule kommen, lassen wir unsere Schuhe direkt hinter der Haustüre stehen und legen unsere Schuluniformen ins Badezimmer, damit sie direkt gewaschen werden und wir selbst waschen uns auch sofort. Was sehr traurig ist, ist, dass meine Eltern alle Verwandtenbesuche verboten haben: Seit März 2020 besuchen wir meine Tanten, Cousinen und Cousins nicht mehr. Die Geburtstage feiern wir alleine bei uns zuhause. Zu Besuch kommt nur noch mein Großvater väterlicherseits, der sich mit Papa im Wohnzimmer unterhält, aber seine Frau solange im Auto warten lässt. Auch Mamas Mutter kommt manchmal, aber sie umarmt uns nicht mehr wie früher immer. Alle anderen Besucher empfangen meine Eltern nur noch an der Haustür.

Die große Hoffnung ist, dass schnell eine Impfung oder ein Medikament gefunden wird, das diese Krankheit bekämpft, das würde dafür sorgen, dass es nicht überall diese Verbote gibt. Vor allem, weil ich, mein Bruder und meine Schwester im Juni 2021 unsere Erstkommunion haben sollen und die Gefahr besteht, dass das Fest nicht stattfinden wird. Wir könnten keine Freunde und keine Verwandten einladen. So hat Corona unser Leben verändert.

 

 

 

Corona in Kinshasa 1 (Demokratische Republik Kongo)

Einstein KABWIKA MUBIKAJI

Ich heiße Einstein KABWIKA MUBIKAJI. Ich bin am 22. Februar 2009 geboren und heute 11 Jahre alt. Ich bin Schüler der 7. Klasse am Moseigneur-Moke-Schulzentrum in Kinshasa. Wir sind zu 50st im Klassenzimmer, davon 22 Mädchen und 28 Jungen.

Coronavirus, warum hast Du den Schulalltag verändert? Wann kehren wir zum schönen Schulalltag zurück, wo wir mit unseren Freunden lauthals lachen können? Wann dürfen wir unsere Freunde beim Spiel in den Pausen wieder berühren?

Das weiß nur Gott allein! Denn heute ist unser Mund verhüllt wie bei den Ninja wegen der obligatorischen Maske und die Pausenaufsicht verbietet jedes Spiel, das nicht das Abstandhalten fördert.

Im März 2020 hatte uns das Coronavirus sehr lange Schulferien von über 5 Monaten Dauer aufgezwungen! Liebe Freunde, in dieser langen Zeit sollten uns die Mediziner ein Medikament gefunden haben, aber ich musste einsehen, dass COVID-19 stärker war und uns weiter zwingt, unter diesen Umständen zu lernen: Verpflichtendes Maskentragen, Abstandhalten und dauerndes Händewaschen, auch wenn diese gar nicht wieder schmutzig sind.

Liebe Freunde, während ich auf die Hilfe Gottes durch die Hand der Mediziner warte, ermutige ich uns alle, die Abstandsregeln einzuhalten, um Ansteckung zu vermeiden und ich danke Gott, dass er meine Angehörigen und mich davor bewahrt hat, krank zu werden.

 

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